Andere Bodenschätze in der Umgebung von Salins

Geologische Prozesse haben in Salins-les-Bains einen Untergrund aus Sedimentgestein gebildet. Gips, Dolomit, Mergel oder Kalkstein liegen dicht an den Steinsalzbänken. Einige dieser Gesteinsschichten, wie das Salz, trugen  wesentlich zur wirtschaftlichen Dynamik der Stadt bei. Dies ist insbesondere der Fall bei Gips.

Gips: Entstehung und Beschaffenheit

Gypse blanc et gypse fibreux


Gips ist ein Evaporitgestein, wie Steinsalz. Es bildet sich nach dem gleichen Verfahren, durch Verdampfen von mit Mineralien angereichertem Wasser. In Salins-les-Bains ist es die Lagune, die vor 215 Millionen Jahren, im späten Trias, die günstigen Bedingungen für die Bildung von diesem Gestein bietet. Die intensive Verdunstung von Wasser führt zur Ablagerung und Kristallisation von Mineralien, die Gips und Dolomit bilden.

Gips setzt sich zusammen aus hydratisiertem Calciumsulfat: CaSO4, 2H2O. Es ist ein weißer oder gelblicher Stein, matt. Sehr weich, Index 2 auf der Mohs-Skala, ist er leicht mit dem Fingernagel anzuritzen, was erlaubt, ihn von Kalk zu unterscheiden.
Es gibt viele Sorten von Gips, je nach Art der Beschaffenheit und Anordnung der Kristalle, aus denen er sich zusammensetzt: zuckerhaltiger Gips, faseriger Gips,  in Form der"Sandrose" bis zur Form der "Speerspitze", Alabaster.

 

Die Verwendung von Gips 

Gipsgestein ist von großem Nutzen: Es wird verwendet, um Gips herzustellen. Durch Erhitzen erreicht es seine partielle Dehydrierung zu Calciumsulfat dihydrat (CaSO4, ½ H2O), dem Hauptbestandteil von Gips (und für lange Zeit dem einzigen). Um den Gips verwenden zu können, muss man ihn wieder rehydrieren, indem man ihn mit Wasser in Verbindung bringt (d.h. ihn anrühren). Er verwandelt sich in eine formbare Masse bevor er trocknet und wieder zu Gipsgestein wird.

Gips wird in Bergwerken oder Steinbrüchen abgebaut. Er wird dann zu den Gipsfabriken geschickt, wo er zerkleinert, gesiebt und anschließend durch Mahlen zu Pulver verarbeitet wird. In Salins-les-Bains wurde der Gips in einem unterirdischen Steinbruch abgebaut, an einem Ort, der sich „les Naples“ nennt. 1895 waren dort 15 Arbeiter beschäftigt, die eine jährliche Produktion von 8.000 Kubikmeter Gipsgestein erreichten. Bis etwa 1925 wurde der Abbau betrieben, und der Steinbruch versorgte die Gipsfabriken mit Rohmaterial

Abgesehen von der Herstellung von Gips, wird Gipsgestein auch zu anderen Zwecken gebraucht, unter anderem in der Landwirtschaft. Er wird verwendet, um den Boden zu verbessern, das heißt, ihn fruchtbarer zu machen.

Extraction de pierre à plâtre dans une mine à M. Clément Raton - Salins-les-Bains