Von 1895 bis heute

120 Jahre nach ihrer Errichtung stellt die Königliche Saline von Arc-et-Senans endgültig ihre Tätigkeit ein. Sie erlebt danach eine wechselvolle Geschichte bis zu ihrer heutigen Bedeutung für Tourismus und Kultur. Erst teilweise leer stehend, ist sie dem Verfall durch Zeit und Menschen ausgesetzt. Die Gebäude werden größtenteils niedergerissen und der Boden liegt brach. Angesichts dieser Situation werden einige Köpfe aktiv und lassen die Saline im Jahre 1926 unter Denkmalschutz stellen. Im darauffolgenden Jahr wird sie vom Conseil Général des Doubs erworben und ihre Restaurierung wird ins Auge gefasst. Mehrere Kampagnen zwischen 1932 und 1996 sind nötig, um ihren alten Glanz wiederherzustellen.

La Saline Royale en ruine

In dieser Zeit findet die Saline, ihrer primären Funktion enthoben, verschiedene temporäre Nutzungen. Sie wird nacheinander Lagerstelle, Auffanglager für spanischen Flüchtlinge, Internierungslager für Sinti und Roma sowie Heerlager der Deutschen während des Zweiten Weltkriegs, Archiv und sogar ländliche Begegnungsstätte. Erst 1972 findet sie ihre aktuelle Bestimmung. Der Conseil Général des Doubs betraut das Institut Claude-Nicolas Ledoux mit der Mission, dort ein kulturelles und touristisches Zentrum zu entwickeln. 1982 wird sie von der UNESCO in das Verzeichnis des Weltkulturerbes aufgenommen.