Die ideale Stadt

Die Königliche Saline von Arc-et-Senans, mit ihren Produktionsstätten, ihren Wohnungen und ihren Gärten, ist bereits weit mehr als nur eine Fabrik. Und trotzdem will Ledoux nicht da schon aufhören. Er stellt sich vor, eine ganze Stadt rund um die Manufaktur zu schaffen. Den von der Saline gebildeten Halbkreis fortsetzend, bereichert sich die ideale Stadt um all die öffentlichen und privaten Bauten, die für die Bedürfnisse des Lebens notwendig sind. Alles scheint so konzipiert, dass sich der Mensch seiner Arbeit, seiner Familie und seinem sozialen Leben auf harmonische und moralische Weise hingeben kann. Ein Markt, Geschäfte, ein Krankenhaus, ein Gerichtsgebäude, ein Friedhof, eine Kirche, Bäder oder auch ein Freudenhaus stehen rund um die von Bäumen gesäumten Plätze und an den breiten Alleen.

Dieses Projekt beschäftigt Ledoux bis zu seinem Lebensende. Er beschreibt es und gibt ihm einen zentralen Platz in seiner Abhandlung „L'Architecture considérée sous le rapport de l'art, des mœurs et de la législation“. [Architektur unter dem Gesichtspunkt der Kunst, Moral und Gesetzgebung] Allerdings wird es nie realisiert.

A voir :

Zwei Gebäuden jedoch widerfährt ein besseres Schicksal. Die Küferwerkstatt und die Kanonenschmiede werden nämlich 1998 gebaut. Errichtet auf der Raststätte ,,Jura'' an der Autobahn A39, dienen sie als Ausstellungs-und Heizungsraum. Eine Hommage an den utopistischen Architekten...